Nein, bei dieser Überschrift handelt es sich nicht etwa um den Titel einer weiteren Keith Richards Biografie. Hamburger Elektrofreunde könnten auch vermuten, dass hier ein großes Jubiläum einer illustren Party-Reihe angekündigt wird. Auch dies ist nicht der Fall. 1000+ Sessions steht hier für Erkenntniszuwachs innerhalb unseres Testlaufs und hat bei genauerer Betrachtung dann doch mehr mit der ersten Assoziation gemein, als man zunächst denken würde!

Seit Beginn unserer geschlossenen BETA-Phase haben unsere wunderbaren Testpiloten nun bereits über 1000-mal unsere App benutzt. Sie haben Audios angehört, Profile erstellt und sich untereinander vernetzt. Durch diese sog. „Sessions“ lernen wir momentan enorm viel. In der geschlossenen Testphase wird ein gewisser Teil der Nutzeraktionen aufgezeichnet: Welche Aktionen haben zu einem Absturz geführt? Wie reagieren unsere Server, wenn sich mehr als nur eine Handvoll Leute auf der Plattform aufhalten? Ist unsere Benutzeroberfläche selbsterklärend gestaltet? Diese und viele andere Fragen und Ungewissheiten klären sich nur, wenn man den Schritt wagt und die Türen zur „Veranstaltung“ öffnet, auch wenn es noch früh am Abend ist.

Ein weiterer wesentlicher Punkt, der uns natürlich brennend interessierte, war, wie es um die eigene Produktivität der ersten Besucher steht. Jeder der sich einmal mit Netzwerkeffekten beschäftigt hat weiß, dass es für die Gäste der ersten Stunden am schwersten ist selbst aktiv zu werden. Zu einem so frühen Zeitpunkt ist die Problematik der kritischen Masse am Deutlichsten zu beobachten. Die Erstankömmlinge sollen für Stimmung sorgen, finden hierfür aber nur minimale äußere Motivation. Ein Problem, dass nicht nur im virtuellen Raum bekannt ist und von Veranstaltern beispielsweise häufig durch eine „Happy Hour“ zu lösen versucht wird. Da bei uns jedoch ohnehin alles umsonst ist und sich Alkohol leider noch nicht zufriedenstellend digitalisieren lässt, versuchten wir anderweitig einige Vorkehrungen zu treffen.

Abgesehen von den ersten Kooperationsbeiträgen wollten wir natürlich schon etwas zum Hören anbieten. Die ersten Inhalte: Empfehlungen von interessanten Orten, akustische, atmosphärische Hörerlebnisse, kleine Denksportaufgaben an Haltestellen zur Verkürzung der Wartezeit und weitere kleine Aufmerksamkeiten produzierten wir also selbst und platzierten diese gleich zu Beginn auf der Karte. Gesteigerte Illusionen über Umfang und Abwechslung unseres Angebots machten wir uns natürlich nicht. Diese Plattform soll zukünftig von ihren Nutzern gestaltet werden. Ein Ansatz, der auf kreative Anwendungsformen und enorme Themenvielfalt hoffen lässt und an den wir uneingeschränkt glauben, der jedoch einfach etwas Zeit braucht, um seine volle Attraktivität zu entfalten.
Um das Bild der Party ein weiteres Mal heranzuführen, wirkten unsere vorproduzierten Beiträge da natürlich eher wie eine Variation selbstgemachter Nudelsalate, die wir auf Tapeziertischen im Raum verteilten, während die ersten Gäste bereits eintrafen.

In Anbetracht dieser Ausgangslage überkam uns zuvor noch ein etwas mulmiges Gefühl. Haben die Leute bereits Spaß daran Erlebnisse festzuhalten und sich mitzuteilen, auch wenn noch nicht genügend andere Beiträge in ihrer Nähe sein sollten? Doch solche Befürchtungen sollten sich, schneller als gedacht, als unbegründet erweisen. Unser großes Glück ist es, dass wir scheinbar die richtigen Leute eingeladen haben. Denn es gibt sie, die Menschen die keine gefüllte Tanzfläche brauchen, um sich selbst zu bewegen und die auch lauwarme Nudelsalate als eine vollwertige Grundlage für einen langen Abend ansehen. Mehr sogar – sie bringen auch noch Getränke mit! Unseren Testern gilt daher unser ganzer Dank! Es macht schon jetzt unglaublich Spaß zu sehen, wie sich die Plattform entwickelt und wie vielfältig sie von ihnen genutzt wird. Ihre Audios verdienen es auf jeden Fall bald von einem größeren Publikum gehört zu werden.

Schon bald werden wir uns, an dieser Stelle, mit dem zweiten Teil unseres „Partyberichts“ zurückmelden. Dann soll es hier um die Auswertung der Erfahrungen und um die neu gewonnenen Erkenntnisse gehen. Hält die Anlage, was sie verspricht? Haben alle Gäste die Garderobe gefunden oder müssen wir bis zum offiziellen Start noch ein paar zusätzliche Schilder anbringen?

Bis dahin, habt Spaß!
Cheers, Euer audioguideMe Team!

P.S.: Die Party ist natürlich weiterhin in vollem Gange und wenn Ihr noch auf die Gästeliste möchtet, dann schreibt uns einfach eine kurze E-Mail an: kontakt@audioguide.me

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