Heute möchten wir Euch von einem Projekt erzählen, welches wir seit Mitte September letzten Jahres begleiten durften und welches uns wirklich ans Herz gewachsen ist.

Es handelt sich hierbei um ein Schulpartnerschaftsprojekt der Franz-Marc-Schule aus Düsseldorf und der Lindfield School aus Eastbourne, England. Beide teilnehmenden Schulen sind Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Jeweils eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern beider Schulen steht seit eineinhalb Jahren miteinander in Kontakt. Sie haben sich gegenseitig besucht und konnten sich so persönlich, die jeweiligen Schulen und Städte und deren Umgebung kennenlernen.

Die Franz Marc Schule, benannt nach dem bekannten deutschen Expressionisten (ihr kennt mit Sicherheit seine blauen Pferde…) beteiligt sich an vielen kreativen und künstlerischen Projekten. Im Mittelpunkt des Comeniusprojektes „ART – All React Together“ stand das gemeinsame künstlerische Arbeiten. Um sich gegenseitig vorzustellen wurden z.B. Selbstporträts erstellt und ausgetauscht, es entstand eine gemeinsam gebaute Brücke aus Düsseldorfer Strandgut vom Rhein sowie Skulpturen aus Steinen, Muscheln und anderen Fundstücken vom englischen Nordseestrand. Akustische Momentaufnahmen von Reiseerlebnissen sollten die geplante Ausstellung ergänzen. Und hier kamen wir erfreulicherweise ins Spiel.

Ein besonderer Dank und Gruß geht an dieser Stelle an die Redakteurin, Medien- und Kulturpädagogin Jessica Stratmann-Behr, deren Entscheidung es war, den Verlauf des Projekts über unsere Plattform akustisch zu dokumentieren und festzuhalten.

Was uns sofort begeisterte, war die hörbare Freude, die diese Reise zu machen schien. Wir waren ja nicht „live“ dabei, aber hatten stets ein Ohr bei den neuesten Unternehmungen bzw. ein Auge auf der Karte Südenglands. Regelmäßig tauchten neue Momentaufnahmen auf der Karte auf. Stets in und um Eastbourne, mal waren es spontane Aufnahmen eines gemeinsamen Strandbesuchs, mal konnte man Zeuge werden, wie die sympathische Gruppe eine Burg besuchte oder indisch Essen ging.

Und der Spaß übertrug sich unweigerlich beim Zuhören. Ein klingendes Fahrtenbuch voller kleiner Anekdoten, Landschaftsbeschreibungen und akustischer Schnappschüsse. Oft werden diese Stücke ja erst im Nachhinein von uns zusammengesetzt, als Urlaubsbericht zum Beispiel für Freunde – einer linearen Form folgend und nachträglich mit Dramaturgie versehen. Dies funktioniert hier grundlegend anders und ist – gerade deshalb – wahrscheinlich näher am eigentlich Erlebten und wirkt daher so erfrischend authentisch.

Kleine „akustische Blitzlichter“ einer Reise, die sich zu einem interessanten Mosaik verbinden. Wir möchten zukünftig unbedingt mehr davon hören. Falls Ihr Euch selbst einen Eindruck machen wollt, gibt es die sprechenden Landkarten aus Eastbourne und Düsseldorf hier für Euch zum Stöbern und Nachhören.

In einigen Monaten wird die Ausstellung dann in England zu sehen sein. Ebenfalls mit unseren sprechenden Landkarten. Darüber freuen wir uns wirklich sehr! Vielleicht gibt es bis dahin ja auch schon eine internationale Version unserer App – mal schauen.

Eine Plattform – so wie wir sie anbieten möchten – zeichnet sich dadurch aus, dass sie anderen Menschen einen kreativen Raum bietet. In unserem Fall ist es der Raum für Audioaufnahmen in Verbindung zu den Orten ihrer Entstehung. Wir möchten ein Platz kreativer Arbeit und Selbstverwirklichung sein. Sei es, in dem wir Podcasts ein zweites Zuhause bieten, Literatur verorten oder solche tollen Projekte wie dieses unterstützen. Wir sind froh und dankbar, etwas dazu beitragen zu dürfen!

Macht’s gut und bis bald mal wieder. Eure audioguideMe-Jungs

Fotonachweis/Fotocredit: Jessica Stratmann-Behr

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