Wir lieben unseren Job! Es gibt viele Gründe, warum jeder von uns diese Aussage sofort und ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben würde. Sicher, etwas selbst aufzubauen und an seinem eigenen Projekt – eher an der eigenen Vision – arbeiten zu dürfen ist ein unglaubliches Privileg. Es erfüllt einen und lässt die üblichen Beurteilungskriterien wie Arbeitszeit und monatliche Vergütung auf angenehme Weise in den Hintergrund treten.

Ein weiterer Aspekt, der hierbei zweifelsfrei eine gewichtige Rolle spielt, ist die enorme Vielfalt, die Abwechslung, der wir beinahe tagtäglich gegenüber stehen und mit der wir spielen dürfen. Die Arbeit an unserer Plattform lässt ein großes inhaltliches Spektrum zu, genauer gesagt erfordert sie dieses sogar. Bei uns herrscht erwartungsvolle Entdeckerlaune – alles ist neu, alles muss ausprobiert werden!

Ein relativ neuer Aspekt inhaltlicher Zusammenarbeit zeigt sich momentan an den ersten entstehenden Kooperationen mit verschiedenen Radiosendern. Bisher hatten wir auf diesem Gebiet lediglich abstraktere Berührungspunkte: Einige unserer Kooperationspartner veröffentlichen ihre hörenswerten Beiträge ebenfalls im Radio. So arbeiten wir schon seit längerer Zeit etwa mit Alexander Tauscher von der Radioreise zusammen oder freuen uns natürlich sehr, ein tolles Projekt wie die Radiofüchse begleiten zu dürfen. Auch im Bereich des Bürgerfunks haben wir bereits begonnen unsere Fühler auszustrecken und können höchstwahrscheinlich demnächst einige sehr interessante Partnerschaften bekanntgeben.

Je weiter wir diesen Weg gehen, je größer diese Plattform wird, umso mehr bekommen wir eine Vorstellung von ihrer möglichen inhaltlichen Bandbreite und der daraus resultierenden Attraktivität und Stärke. Anfang des Monats folgten wir einem Ruf aus Nürnberg – Veranstaltungsort der alljährlichen Lokalrundfunktage. Nürnberg ist uns seit Anfang des Jahres sowieso in guter Erinnerung. Im Januar waren wir schon einmal dort und präsentierten audioguideMe auf der Local Web Conference. Eine Stadt, die uns stets mit offenen Armen begrüßt, deren Menschen herzlich und angenehm bodenständig sind und die nicht zuletzt die ­Geburtsstätte dieser kleinen leckeren Würstchen ist 😉

Klassisches Radio ist gewissermaßen Neuland für uns. Umso interessanter ist es also, einer Fachkonferenz wie dieser beiwohnen zu dürfen und auch hier die Möglichkeit zu bekommen, audioguideMe einem neuen und erfreulich aufgeschlossenen Publikum vorzustellen. Beheimatet im wirklich beeindruckend großen NCC Ost auf dem Messegelände blickten wir einem zweitägigen Programm entgegen, das spannende Vielfalt und interessante thematische Tiefe versprach. Brancheninterne Einblicke zu bekommen – die aktuelle Gefühls- und Bedürfnislage der verschiedenen Akteure wahrzunehmen – ist für unsere Arbeit von entscheidender Bedeutung. Wir konzipieren unseren Service schließlich nicht exklusiv nach unserem Geschmack. Letztlich – wenn wir es richtig machen – gefällt er Euch und den vielen Kooperationspartnern, die diese Plattform ebenfalls bereichern und mit Leben füllen, hilft unterstützend bei neuen Erzählformen und lässt neue Anwendungsszenarien und Formate entstehen.

Auch in dieser Branche ist der digitale Wandel eines der vorherrschenden Themen. Ganz gleich ob direktes Panel-Thema oder eher im Subtext, überall schwingt er spürbar mit. Ist er jetzt schon da, gar vollzogen? Oder kommt er etwa noch? Was können bzw. müssen wir tun und sollten wir uns bedroht fühlen? Für uns sind diese Fragen natürlich überwiegend positiv konnotiert – wir empfinden Aufbruchsstimmung. Die digitale Durchdringung vormals analoger Bereiche ist gewissermaßen unser Startschuss – wir sehen neue Möglichkeiten und Verbindungen, Chancen und Vorteile. Verständlicherweise wird dies nicht überall so empfunden: Alte Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr zufriedenstellend, Distributionswege und Hörerschaft differenzieren sich aus und werden kleinteiliger, Dienste wie Spotify buhlen ebenso um die Gunst der Hörerschaft und so weiter und so fort…  

Best of both worlds – ein mögliches Szenario?

Es gibt Zeiten, da möchte man zurückgelehnt einem hörenswerten Programm folgen. In anderen Momenten möchte man vielleicht aktiver Einfluss nehmen können, vielleicht möchte ich gezielt etwas auswählen, etwas empfehlen oder selbst etwas hinzufügen. Wir glauben an einen Austausch, der idealerweise für beide Seiten bereichernd ist und den Weg bereitet für zukünftige Koexistenz und Kooperation. Wir glauben an mündige Hörer, die sich mehr für Inhalte interessieren als für den Bezugsweg als solchen. Ist etwas zwangsläufig hochwertiger weil ich es – linear – über UKW konsumiere? Sollten wir nicht Inhalte in den Vordergrund stellen und hierfür digitale und analoge Möglichkeiten nutzen? Riskiere ich hierbei mehr, als ich gewinnen kann?

[testimonial_item name=“(Denis Florent; 2014)“]Die digitale Revolution hat auch die Radiowelt längst erfasst.[/testimonial_item]

Denis Florent, mittlerweile sehr erfolgreich als Berater in der Strategieentwicklung für Radio- und TV-Musik tätig, sprach uns in vielerlei Hinsicht, während seiner eröffnenden Keynote, aus der Seele. Ihr könnt einige seiner Aussagen hier in zwei kurzweiligen, interessanten Videos anschauen:

Viele weitere interessante Vorträge und Panel-Diskussionen – inklusive unserer eigenen – könnt Ihr Euch direkt auf der entsprechenden Seite der Lokalrundfunktage anhören. Folgende Workshops & Vorträge möchten wir Euch dabei noch ans Herz legen:

Challenges becoming opportunities in a digital world: Keynote mit Denis Florent
Die besten Radio-Apps der Welt: von James Cridland, „Radio-Futurologe” und Geschäftsführer der Medien-Plattform Media UK.
New Radio – Neue Kanäle, neue Plattformen: eine Gesprächsrunde mit Maximilian Knop von Konsole Labs, Lorenzo Brusci von REL-Being, Martin Baumgartner von der swiss radioworld AG aus Zürich, den beiden Gründern von myRADIOday und natürlich mit uns 😉

Es gibt mittlerweile wirklich gute, innovative Radio-Apps! Erfreulicherweise finden wir in ihnen große Übereinstimmungen zu einigen unserer konzeptionellen Überlegungen. Diesmal nicht auf der Konferenz vertreten, jedoch ebenfalls uneingeschränkt empfehlenswert: die neuen Detektor.fm Apps – dahinter stehen sehr kluge Köpfe, die obendrein noch ungemein sympathisch sind. Apropos neue App 😉 Einigen von Euch wird es nicht entgangen sein, dass wir Euch nach wie vor unsere Android App schuldig sind. Hier und auf den Lokalrundfunktagen haben wir bereits erste kleine Einblicke in die neue Anwendung gegeben. Wir sind in der Entwicklung so gut wie fertig und bereits jetzt sehr, sehr zufrieden mit dem Ergebnis und unglaublich gespannt auf Euer Feedback. Es wird wirklich nicht mehr lange dauern, versprochen!

So, das war es erstmal wieder von unserer Seite. Wir fiebern der Veröffentlichung entgegen, geben weiter Vollgas und haben noch einige weitere Ankündigungen für Euch, mit deren Bekanntmachung wir aber – aus Gründen – noch etwas warten müssen. Das wird alles ganz wunderbar!

 

Liebe Grüße aus dem Maschinenraum – Eure audioguideMe-Jungs!

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