Die Sonne scheint. Der Himmel ist blau. Es ist Windstill. Die Elbe ist ruhig an diesem Morgen. Ich bin mit dem Hafenmeister Oevelgönne, Herrn Dr. Thönnessen, verabredet.  Er ist seit der Gründung  des Vereins dabei.  Die Lage ist einzigartig. Eine Art Wasserbecken hat sich durch den Bau des Elbtunnels gebildet. Direkter Nachbar ist der, bei den Hamburgern sehr beliebte Badestrand und die ebenso bekannte „Strandperle“. Momentan liegen 30 Schiffe im Hafen. Alte Festmacherboote, Segelboote, Dampfschlepper und auch das alte Zollboot „Präsident Schäfer“  liegen hier.  Auf dem Ponton steht ein kleines, blaues Häuschen.  Das Wartehäuschen  „Döns“, in dem heute viele Veranstaltungen stattfinden, wurde 1989 fertiggestellt und begrüßt seitdem die Besucher am Ponton.

Der gemeinnützige Verein hat heute ungefähr 500 Mitglieder. Die Hälfte davon ist aktiv an der Restauration der Schiffe beteiligt, die anderen sind Förderer.  Herr Thönnessen ist das „Mädchen für alles“, sagt er. Egal was anfällt- er kümmert sich darum. Vor seiner Rente war er Handchirurg- ein stressiger Beruf.  Seine jetzige Aufgabe im Mueseumhafen ist nicht weniger zeitaufwändig. Der Unterschied jedoch ist, dass er sich seine Zeit selbst einteilen kann. Er kann selbst entscheiden, wann er was reparieren möchte oder wann er mit seinem eigenen Schiff eine kleine Tour macht.

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Sein Frachtsegler wurde 1883 in Holland gebaut, ist somit auch das älteste Schiff im Museumshafen. 1977 fand Herr Thönnessen das „Wrack“ im Hamburger Hafen und steckte viel Zeit, Geld und natürlich Liebe in sein Schiff. Heute befährt er damit gerne die Elbe, besucht die Heimat des alten Seglers und plant weitere Touren. Denn für ihn ist das Segeln die beste Methode um abzuschalten.

Museumshafen Oevelgönne, Frachtsegler, Schiff, Hafen

 

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